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Entschieden gegen Gefährder vorgehen - Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Sicherheit

Rede von Dr. Stephan Harbarth MdB / Aktuelle Stunde (18.01.2017) auf Verlangen der CDU/CSU und der SPD



Dr. Stephan Harbarth (CDU/CSU): "Herr Präsident! Meine Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt war einer der schwersten Anschläge in der Geschichte unseres Landes. Wir alle sind noch sehr ergriffen und fühlen mit den Opfern und ihren Angehörigen. Es war ein Blutbad, wie es diese Republik seit fast vier Jahrzehnten nicht erlebt hat. Nach dem, was geschehen ist, kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Man kann nicht sagen, dass keine Fehler gemacht worden sind und dass keine Schwachstellen in unserer Sicherheitsarchitektur bestehen. Deshalb - Herr Kollege von Notz, es zieht einem schon die Schuhe aus, wenn man sich hier Ihre Ausführungen anhört - hat unser Fraktionsvorsitzender die Bereitschaft der CDU/CSU erklärt, in diesem Haus einen Untersuchungsausschuss einzusetzen. Sie haben sich das nicht zu eigen gemacht, weil Ihre bisherigen Untersuchungsausschüsse Rohrkrepierer waren und Sie an dieses Instrument nicht heranwollen. Aber heute zu sagen, die Union stehe für eine Schwamm-drüber-Politik, ist verdreherisch und falsch. Wir haben in dieser Legislaturperiode viele Gesetze beschlossen. Jedes einzelne Gesetz haben Sie im Deutschen Bundestag abgelehnt, sobald es um die Verbesserung der inneren Sicherheit ging.

 
Bundesverfassungsgericht lehnt NPD-Verbotsantrag ab

Stellungnahme von Dr. Stephan Harbarth MdB am 17. Januar 2017 gegenüber dem Mannheimer Morgen

"Aus meiner Sicht war die Entscheidung des Bundestages und der Bundesregierung, sich formal nicht dem NPD-Verbotsantrag des Bundesrates anzuschließen, richtig. Ja, die NPD ist eine Partei mit einer widerwärtigen Propaganda und Programmatik. Aber sie ist auch eine Partei, die nach den letzten Wahlen ohnehin im Niedergang begriffen ist, so dass sich durchaus die Frage stellt, ob ihre glücklicherweise schwindende Bedeutung das scharfe Schwert des Parteienverbots rechtfertigt.

Die Frage, welchen Einfluss die NPD heute eigentlich überhaupt noch hat, war daher auch zu Recht ein wesentlicher Bestandteil der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht.

Ein Parteienverbot bedeutet, dass der Staat entscheidet, eine Partei dem Zugriff des Wählers völlig zu entziehen. Diese Maßnahme kann immer nur Ultima Ratio sein.

 
Meinung schützen, Manipulationen verhindern

Harbarth: Facebook soll nun gegen Fake-News rasch vorgehen /  Facebook will Fakenews deutlich kennzeichnen / Die Nutzer des sozialen Netzwerks sollen unter anderem deutliche Warnhinweise angezeigt bekommen, wenn sie auf Falschmeldungen stoßen.



Nach den USA will Facebook jetzt auch konkrete Maßnahmen in Deutschland starten, um Fakenews auf Facebook von echten Meldungen zu unterscheiden. In den kommenden Wochen soll diese Funktion nun auch für alle deutschen Nutzer freigeschaltet werden. „Das Unternehmen bekennt sich endlich zu seiner Verantwortung, zum Schutz des demokratischen Meinungsbildungsprozess ohne Verzerrung und Manipulation von außen beizutragen“, lobt der Fraktionsvize der Union im Bundestag, Stephan Harbarth, den Schritt. Nun müssen die Ankündigungen aber auch rasch umgesetzt werden. „Das werden wir beobachten.“