Wer ist online:

Wir haben 69 Gäste online
Start Presse Presse 2009 Dr. Harbarth und FU RNK: PZN Wiesloch besucht

Facebook

Bitte klicken: Hier kommen Sie zur Facebookseite von Dr. Stephan Harbarth MdB.

Fotos auf Twitter

Bitte klicken Sie hier: Fotos von Dr. Stephan Harbarth MdB auf Twitter.

Kontakt

Bürgerbüro
Dr. Stephan Harbarth, MdB
Adlerstraße 1/5
69123 Heidelberg
Tel: 06221/608070
Fax: 06221/608071
E-Mail:
stephan.harbarth.wk@bundestag.de

Büro Berlin
Dr. Stephan Harbarth, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Ansprechpartner:
Patrick Krolla (Büroleiter)
Vaida von Carlsburg
Tel.: 030-22777530
Fax: 030-22776404
E-Mail:
stephan.harbarth@bundestag.de

Dr. Harbarth und FU RNK: PZN Wiesloch besucht

Gemeinsamer Termin des CDU-Bundestagskandidaten Dr. Stephan Harbarth und der Frauen Union Rhein-Neckar

03.04.09. Zu einem sehr informativen und beeindruckenden Besuch hatten der Bundestagskandidat des Wahlkreises Rhein-Neckar, Dr. Stephan Harbarth, und die Vorsitzende der Frauen-Union Rhein-Neckar, Petra Welle, eingeladen. Aus Wiesloch nahmen der CDU-Ortsvorsitzende Adrian Seidler, die FU-Vorsitzende Andrea Leitner und der Vorsitzende der Senioren Union Kurt Wagner teil. Die Besucher führten der Geschäftsführer des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN), Hermann J. Fliß, sowie der ärztliche Direktor Dr. Markus Schwarz und der Pflegedirektor Walter Reiß in die Thematik ein, die da hieß: "Das PZN ist dazu da, den Menschen zu helfen." Die Anlage ist in eine herrliche Parklandschaft eingebettet, die inzwischen - ganz im Gegensatz zur Gründung 1905 - auch Besucher aus der Region zum Spaziergang einlädt. Das Gelände umfasst 100 ha Fläche, 75 Gebäude und 45 Stationen. 55 Berufsgruppen wie z.B. Sozialarbeiter, Küchenpersonal und Wäschereimitarbeiter sind hier angesiedelt. Des Weiteren wird im PZN Fortbildung großgeschrieben und der Festsaal wird durchaus auch für Feste und Tagungen vermietet. Der Patient im Mittelpunkt, so lautet die Maxime. Die Kostenträger ergänzen sich zu einem Ganzen gemeinsam mit den Krankenhäusern, den Krankenkassen, den Kostenträgern für Heimbewohner und Arbeitsagenturen. Als weitere Dienstleistungen werden Kompetenzschulungen, Bau + Technik, Gärtnerei (z.B. als Arbeitstherapie), Küche und Wäscherei angeboten. Sonstige Serviceleistungen beinhalten ein Café, einen Sportplatz, die Seelsorge, eine Bibliothek sowie Sozialdienst, Sozio -Therapie und Tanztherapie.

Die Stationen sind u.a. wie folgt aufgeteilt: AP I (Allgemeine Psychiatrie) für Depressionen und postnatale Beschwerden, die AP II (4 Stationen) für die Gliederung nach Geronto (ältere Menschen ab 65) Depression und Demenz. Beide sind für Patienten aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis und den Stadtkreis Mannheim vorgesehen.

In der Forensik - Forensische Psychiatrie ist nach heutigem Verständnis ein Spezialgebiet der Psychiatrie, das sich mit allen im Überschneidungsbereich von Recht und Psychiatrie anfallenden Fragen beschäftigt - gibt es u. a. die Suchtstation 35, auf der 2.800 Patienten im Jahre 2008 aufgenommen wurden. Hier werden Menschen behandelt, die mit illegalen oder legale Drogen in Berührung kamen. Die Entwöhnungseinrichtung ist mit 21 Plätzen versehen. Mit dem Ziel der gemeindenahen Versorgung wurde Anfang April 2008 eine Außenstelle des PZN in Schwetzingen eröffnet. Ein Ziel, das auch die Politik unterstützt, um die Menschen wieder in ihre gewohnte Umgebung entlassen zu können. In der Regel beinhaltet eine Alkoholentwöhnung 21 Tage, je nach Schwere des einzelnen Patienten kann sich die Behandlung jedoch auch verlängern. Im Regelfall übernimmt die Krankenkasse fürs erste die Kosten, daraus ergibt sich auch die ambulante Verpflegung in einer Tagesklinik.
Was die Depressionen betrifft, so ist das erklärte Ziel, ein "Bündnis gegen Depression"“ zu bilden. Es werden auch psychiatrische Institutsambulanzen betrieben. Es wurde von Dr. Schwarz gut vermittelt, dass Depressionen heilbar sind und nicht zwangsläufig den jeweiligen Patienten zum Außenseiter machen müssen. Oft sieht man den Betroffenen ihre Erkrankung nicht an, von daher ist gute Aufklärung erforderlich. Suchtkranke führen einen ständigen Kampf, bei dem vernünftigerweise immer der Kopf die Gefühlsschwankungen regieren sollte, damit man ein einigermaßen normales Leben führen kann. Im Suchtverhalten ist der Trend erkennbar, dass immere jüngere Menschen betroffen sind, zu nennen sei hier auch das "Komasaufen" mit seinen verheerenden Folgen.

Der Erfolg der Suchttherapie war Gegenstand einer angeregten Diskussion. Klar wurde dargelegt, dass viele Betroffene über viele Jahre etliche Anläufe benötigen, aber die Erfolge im Vergleich zu früheren Zeiten viel größer seien, da Therapien nun individuell auf den Kranken zugeschnitten werden und die Therapie nicht einfach wie ein Glocke übergestülpt werde und so nach heutigen Erkenntnissen weniger zum Erfolg führe. Manche Patienten, so Dr. Schwarz, seien schon bis zu 40-mal da gewesen - oft nur auf Druck der Familie oder des Arbeitgebers. Ziel im PZN sei es, den Suchtkranken zu vermitteln, dass es auch Freude am Leben ohne Suchtmittel gebe. Die Sucht sei vergleichbar mit einer Krankheit wie Diabetes: "Man hat es dauerhaft, es ist nicht restlos heilbar und man muss lernen damit umzugehen"!

Nach der ausführlichen Information wurde unter Begleitung von Hermann und Dr. Schwarz ein Haus besichtigt, das psychosomatisch Kranke behandelt. Auffallend gleich von außen ein beeindruckendes und stattliches Originalgebäude von 1905, frisch saniert. Aber auch innen überzeugten neue Möbel, freundliche Farben und sehr helle, ansprechende Räume, die auch von den Patienten anerkannt und geschätzt werden, wie von Dr. Schwarz versichert wurde.

Abschließend bedankten sich die Kreisvorsitzende der Frauen-Union Rhein-Neckar, Petra Welle, und der Bundestagskandidat des Wahlkreises Rhein-Neckar, Dr. Stephan Harbarth, für die fundierten Informationen aus erster Hand und betonten, dass der Leitgedanke des PZN sehr gut rüber gekommen sei. Alle Beteiligten resümierten, es gelte die Vorbehalte auch weiterhin durch gute Öffentlichkeitsarbeit abzubauen. <

Dies erfolgt bereits durch Konzerte, die Vermietung der Festhalle für diverse gesellschaftliche Ereignisse, Tage der offenen Tür, bei denen das PZN der breiten Bevölkerung zugänglich ist. (Petra Welle)