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Lärmschutz A6 in Dielheim: Der Bund muss seinen Verpflichtungen nachkommen

Lärmschutz A6 in Dielheim: Der Bund muss seinen Verpflichtungen nachkommen

Dielheim. Mit deutlichen Worten forderte der Innenminister des Landes Baden-Württemberg Heribert Rech die Verantwortlichen der entsprechenden Bundesbehörden auf, den Verpflichtungen für einen zeitgemäßen Ausbau der A6 zwischen Rauenberg und Sinsheim verbunden mit einem ausreichenden Lärmschutz für die Dielheimer Bevölkerung nachzukommen.

Es könne nicht hingenommen werden, dass in Baden-Württemberg gegenwärtig nur 32% der vordringlichen Maßnahmen realisiert und beim Lärmschutz gespart werde, während in anderen Teilen der Republik 87% umgesetzt würden, teilweise auf Autobahnen, bei denen man bezüglich des Verkehrsaufkommens noch das Gefühl von „großer Freiheit und Weite“ habe. Innenminister Heribert Rech sagte den Dielheimer Belangen seine Unterstützung zu.

Beim Gesprächstermin der CDU Dielheim am vergangenen Freitag im Rathaus Dielheim sowie bei einer Vor-Ort-Stippvisite an der BAB, nutzte man die Gelegenheit, Innenminister Rech sowie den ebenfalls anwesenden CDU-Bundestagskandidaten Dr. Stephan Harbarth und MdL Karl Klein die Dielheimer Forderungen nochmals deutlich zu machen. Bürgermeister Hans-Dieter Weis sowie Gemeinderat Christoph Udluft und Frank Santner als Vertreter der Bürgerinitiative Lärmschutz A6 erläuterten nochmals die Dielheimer Positionen. Am gegenwärtigen Ende der geplanten Lärmschutzwand beim Eckertsberg hatte man vor Ort einen guten Überblick auf die Kessellage Dielheims und die Geländeverläufe, welche dazu führen, dass Teile des Eckertsbergs und des Baiertaler Bergs nach jetzigem Stand weiterhin keinen ausreichenden Lärmschutz erhalten werden.

Dass das Thema Autobahnausbau und Lärm der A6 für viele in Dielheim aber auch darüber hinaus ein dringliches Thema ist, zeigte die Präsenz, hierunter auch zahlreiche Anwohner der Wohngebiete Eckertsberg und Baiertal und CDU-Gemeinderäte. Neben MdL Karl Klein waren auch weitere Vertreter aus Mühlhausen / Tairnbach anwesend, insbesondere der Tairnbacher Ortsvorsteher Rüdiger Egenlauf, da man auf Mühlhausener Seite speziell die Dielheimer Bedenken in Bezug auf die geplante Betriebsumfahrt zwischen Balzfeld und Tairnbach teilt.

Die Gemeinde liegt in einer Kessellage unterhalb der BAB, was durch Reflektionen des Schalls zu einer erheblichen Lärmbelastung innerhalb dieses Talkessels führt. Dies hat zur Folge, dass auch Wohngebiete, die eigentlich eine erhebliche Entfernung zur Autobahn haben, einer signifikanten Lärmbelastung ausgesetzt sind. Beispielsweise das Wohngebiet Baiertaler Berg oder das Neubaugebiet Eckertsberg II + III in der Kernge­meinde Dielheim sowie der Ortsteil Balzfeld. In den Grenzwertberechnungen betroffener Gebäude werden diese seitens des behördlich eingeholten Lärmgutachtens vollständig oder in weiten Teilen nicht erfasst. Des Weiteren ist die bislang geplante Ausführung der Lärmschutzwände in Längsrichtung zu kurz bemessen, so dass der Schall seitlich ungehindert eindringen wird. Die sachverständigen Ermittlungen der Gemeinde und der Interessengemeinschaft lassen erkennen, dass die bisherigen Lärmgutachten seitens des Regierungspräsidiums die Realität nicht hinreichend abbilden und die bisher geplanten Lärmschutzmaßnahmen nicht zureichend sind.

Forderungen nach mehr Lärmschutz

Deshalb lauten die Forderungen der Gemeinde Dielheim und ihrer Bürger auf Ergänzung der bislang schon geplanten Lärmschutzmaßnahmen im Zuge des Ausbaus der BAB wie folgt:

1. Lärmschutzwand Dielheim Nord / westliche Verlängerung: Verlängerung der Lärmschutzwand von Kilometer 596 + 046 (Bislang vorgesehenes westliches Ende der LSW ) um ca. 550 m bis Kilometer 595 + 500 . Dies könnte ggf. sogar kostengünstig ausgeführt werden, da die Autobahn dort zunehmend in einem Einschnitt verläuft, sodass die Lärmschutzwand ggf. oberhalb der Böschung aufgesetzt werden könnte.

2. Ortsteil Balzfeld/ westliche Verlängerung : Verlängerung der Lärmschutzwand von Kilometer 600 + 399 ( bislang vorgesehenes westliches Ende der LSW ) um ca. 1.200 m bis Kilometer 599 + 200 .

3. Ortsteil Balzfeld/ östliche Verlängerung: Verlängerung der Lärmschutzwand von Kilometer 601+ 979 ( bislang vorgesehenes östliches Ende der LSW ) um ca. 920 m bis Kilometer 602 + 900 .

4. Verlegung der Betriebsumfahrt an der K 4172: des Weiteren soll auf der Kreisstraße zwischen Balzfeld und Tairnbach (K 4172) eine Betriebsumfahrt entstehen, die aber aufgrund der Unterbrechung der Lärmschutzwand als „Lärmfenster“ wirken wird. Diese würde auch, gerade bei Vollsperrungen, zu einer Ausleitung des Verkehrs genutzt werden können, was zu einer stärkeren Verkehrsbelastung in den Ortsteilen Balzfeld und Horrenberg führt. Die Nutzung als „schwarze Abfahrt“ mit allen Risiken für den fließenden Verkehr ist aufgrund der Lage an der Kreisstrasse ebenfalls zu erwarten. Es besteht auch die Besorgnis, dass dies langfristig zu einer regulären Abfahrt umgewidmet werden könnte, was zu erheblichem Durchgangs­verkehr in der sehr engen Ortsdurchfahrt Horrenberg aus Richtung Meckesheim in der Ortsdurchfahrt Balzfeld aus Richtung Hoffenheim oder in Tairnbach führen würde.

Es gibt alternative Standorte für die Betriebsumfahrt, die, beispielsweise über Parkplätze geführt, den gleichen betriebstechnischen Zweck erfüllen würden, d.h. Einsatzfahrzeugen dort den Wechsel der Fahrtrichtung zu gestatten.

In Dielheim und den Ortsteilen geht es um nicht mehr und nicht weniger als den Gesundheitsschutz über Generationen hinaus, denn nach dem 6-spurigen Ausbau der A6 ist nicht damit zu rechnen, dass weitere Lärmschutzmaßnahmen nachträglich realisiert werden, wenn sich die bisherigen Erkenntnisse der Behörden als zu optimistisch herausgestellt haben.

Von Dielheimer Seite bleibt nach dem Termin zu hoffen, dass die Unterstützung von Innenminister Heribert Rech dazu führt, dass das Regierungspräsidium seine bisher sture Haltung zur Ausweitung der Lärmschutzmaß­nahmen in Dielheim aufgibt und beim Bund endlich Mittel zum Ausbau der A6 bereitgestellt werden. Letzteres würde auch die damit verbunden Lärmschutzmaßnahmen auslösen, von denen Teile Dielheims, Horrenbergs und Balzfelds nach jetzigem Stand auf jeden Fall profitieren. Die CDU Dielheim wird auf das Angebot Rechs gerne zurückkommen, den kurzen Weg zu nutzen und ihn bei Bedarf zum Thema Lärmschutz nochmals nach Dielheim einladen.

Weitere Impressionen finden Sie hier: Galerie