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Innenminister Rech will sich für den Erhalt der L 600 stark machen

Innenminister Rech will sich für den Erhalt der  L 600 stark machen
Sandhausen. Am späten Freitagnachmittag traf die Limousine des Baden-Württembergischen Innenministers Heribert Rech beim Rathaus in Sandhausen ein. Anlass des hohen Besuches war der anstehende Rückbau des Teilstücks der L600 zwischen Umspannwerk und dem Sandhäuser Ortsteil Bruchhausen, eine Maßnahme, die in Sandhausen auf massiven Widerstand stößt.

Bürgermeister Georg Kletti hatte eine kurze Präsentation vorbereitet, um den Minister zu informieren und ihm zu zeigen, wo der Schuh drückt.Der Planfeststellungsbeschluss für den Rückbau stamme von 1989, die Grundidee, den Verkehr auf die B 535 umzuleiten gar von Mitte der 70er Jahre. Seitdem habe der Kraftfahrzeugbestand im Kreis von 173.000 auf 403.000 zugenommen. Laut Verkehrsgutachten sei bei einer Sperrung des Straßenabschnitts eine Zunahme des innerörtlichen Verkehrs um bis zu 2.800 Fahrzeuge pro Tag im nördlichen Teil der Gemeinde zu erwarten, mitsamt den zugehörigen Kohlendioxid- und Lärmemissionen, dazu eine mögliche Überlastung der Umgehungsstraße L 589 zwischen Herrenwiesenweg und der Auffahrt auf die B 535. „Es droht der Verkehrskollaps“, lautete Klettis Fazit.

Laut Bürgermeister fordert das Regierungspräsidium von der Gemeinde die Entsiegelung einer vergleichbaren Fläche von 7000 Quadratmetern und die Aufhebung der Trennwirkung an anderer Stelle. Doch da sieht Kletti keine Chance: „Das schaffen wir nicht, diese Forderung ist zu hoch für uns.“ Ein ersatzweise von der Gemeinde erstelltes Konzept für Ausgleichsmaßnahmen nach dem Baden-Württemberg-Modell, das zwar keine Entsiegelung vorsehe aber ökologisch mindestens gleichwertige Ersatzmaßnahmen beinhalte, sei vom Regierungspräsidium mit der Begründung mangelnder Rechtssicherheit abgelehnt worden.

Heribert Rech zeigte sich von der gerafften Darstellung der komplexen Materie beeindruckt und schmunzelte: „Ein echter Profi, der Bürgermeister.“ Er habe viel Verständnis und kenne ähnliche Fälle aus seiner Zeit als Gemeinderat, sagte Rech und versprach: „Ich stehe zu jeder denkbaren Unterstützung zur Verfügung.“ Zugleich dämpfte er die Erwartungen. In einer Demokratie könne auch ein Minister nicht allein entscheiden. „Wir können Gespräche in Ihrem Sinne mit dem Regierungspräsidium und den Naturschutzverbänden führen“, lautete sein Vorschlag. Er wisse, dass es ohne die Akzeptanz der Naturschutzverbände für die Ersatzausgleichsmaßnahmen nach dem Baden-Württemberg-Modell nicht klappen würde, erläuterte Bürgermeister Kletti. Er habe bereits den zuständigen Arbeitskreisleiter vom Dachverband der Umweltschutzorganisationen kontaktiert und wolle diesen für die Problematik des geplanten Rückbaus sensibilisieren und für die von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagenen Ersatzausgleichsmaßnahmen werben. Danach müsse man die restlichen Naturschutzverbände überzeugen.

Dies hielt auch der Minister für eine kluge Vorgehensweise und bot Bürgermeister Kletti an, bei Bedarf einen Termin für ein Gespräch mit den Umweltverbänden in seinem Ministerium abzustimmen. Nach einem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde fuhr der Minister mit den Anwesenden - dem Bürgermeister, dem CDU-Bundestagskandidaten Dr. Stephan Harbarth, Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, Mitgliedern der CDU-Fraktion, des CDU-Ortsverbandes und der Jungen Union - vor Ort, um den „Patienten“, wie Kletti den Straßenabschnitt bezeichnet hatte, selbst in Augenschein zu nehmen. Nach insgesamt einer Stunde Aufenthalt machte sich der Minister mit seiner Eskorte schon wieder auf den Weg - zu einem kurzfristig anberaumten Termin in Winnenden. (Sabine Hebbelmann)

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