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Frauen mit Karriereambitionen brauchen deutlich mehr Rollenvorbilder

Dr. Stephan Harbarth MdB, Elke Brunnemer MdL und Katrin Schütz MdL im Gespräch mit Top-Managerinnen der SAP

Dr. Stephan Harbarth MdB, Elke Brunnemer MdL und Katrin Schütz MdL im Gespräch mit Top-Managerinnen der SAP

Walldorf. "Der Anteil von Frauen in Führungspositionen bleibt in der Privatwirtschaft ebenso wie im öffentlichen Dienst deutlich hinter den Erwartungen zurück" -  so lautet das Ergebnis zahlreicher Studien, die den Anteil von Frauen in Führungspositionen erfasst haben. In den vergangenen 20 Jahren habe sich in diesem Bereich nahezu nichts verändert. "Frauen haben zwar bei der Qualifikation aufgeholt, treten aber nach wie vor auf der Stelle", weiß auch die Landtagsabgeordnete Elke Brunnemer, "dies ist nicht nur ungerecht, sondern auch schlecht für die Wirtschaft. Denn jede Frau, die beruflich nicht in die Position kommt, für die sie qualifiziert ist, kostet uns Wachstum." Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Harbarth, der Bezirksvorsitzenden der Frauen Union und Landtagsabgeordneten Katrin Schütz sowie Mitgliedern der Frauen Union, war Brunnemer, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauenpolitik der CDU-Landtagsfraktion, zu Gast bei der SAP AG in Walldorf.

Das Informationsgespräch mit weiblichen SAP-Führungskräften befasste sich mit dem Thema "Konzepte für Frauen in Führungspositionen - Praxis am Beispiel der SAP AG". "Nie hatten Frauen bessere Chancen, Spitzenjobs zu erobern. Die Unternehmen können es sich nicht leisten, auf begabte und ehrgeizige Managerinnen zu verzichten. Aber oft fehlen Frauen auf dem Weg nach oben noch die Vorbilder", berichtet Ina Schlie, Leiterin der Konzernsteuerabteilung der SAP AG und Ansprechpartnerin für 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

"Frauen in Führungspositionen ist in erster Linie ein Anreizthema", fügt Natalie Lotzmann, Leiterin der Abteilung Diversity des DAX-Unternehmens SAP hinzu. Die SAP sei mit den notwendigen Rahmenbedingungen, sei es Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten oder einem Eltern-Kind-Büro sehr gut aufgestellt. "Hauptprobleme bereiten die geschlossenen männlichen Netzwerke." Um diese zu durchbrechen, müsse zunächst ein Bewusstseinswandel bei allen Beteiligten und auf allen gesellschaftlichen Ebenen vollzogen werden.

"Die zwei entscheidenden Faktoren, um erfolgreich in die Managerebene aufzusteigen, sind deshalb Netzwerke und Mut", sind sich die beiden SAP-Topmanagerinnen einig: "Frauen dürfen sich nicht verstecken. Sie haben es auch nicht nötig, da sie meist sogar besser für eine Stelle qualifiziert sind als so mancher männliche Mitbewerber."

Bundestagsabgeordneter Dr. Stephan Harbarth merkte an, dass das Thema Mütter im Bereich der Führungsebene nicht vergessen werden dürfe. "Rund drei Viertel der in Deutschland tätigen weiblichen Führungskräfte haben keine Kinder. Erfolgreiche Frauen sind meist kinderlos." Entschieden sich Frauen jedoch im Laufe ihres Berufslebens für ein Kind, so sei die Verweildauer zu Hause mit dem Kind sehr kurz. "In unserer Branche liegt die Pause nach der Geburt zwischen 3 und 13 Monaten", berichten die Frauen der SAP. Länger könne man sich, aufgrund der rasanten Entwicklungen, keine Pause leisten. "Damit der Wiedereinstieg gewährleistet ist und Frauen persönlich über die Verweildauer mit dem Kind selbst entscheiden können, muss es verbindliche Regelungen geben", betonten Harbarth und Brunnemer die CDU-Position.

"Alles in allem", so Elke Brunnemer abschließend, "brauchen wir in Deutschland für unsere Frauen mit Karriereambitionen Rollenvorbilder." Frauen fehle häufig die Überzeugung, dass sie für eine Karriere im Management geeignet sein könnten. "Sie müssen deshalb stärker als Männer ermuntert werden, dieses Ziel anzustreben."

SAP hat dieses "Mutmachen" institutionalisiert. So gibt es zahlreiche Programme für Studienanfängerinnen. Das Unternehmen bietet Praktika und Werkstudenteneinsätze an, die für eine Industriekarriere begeistern und sie im Studium begleiten soll. Ein Mentoring-Programm für weiblichen Post-Führungsnachwuchs verfolge das Ziel, einen Großteil der Teilnehmerinnen in verantwortungsvollere Positionen zu bringen.

"Ich werde einige Eindrücke mit nach Berlin nehmen und in unseren Diskurs einbringen", bedankte sich Dr. Stephan Harbarth MdB bei den SAP-Managerinnen für den tiefen Einblick in das Unternehmen.

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