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Kurzarbeit ist richtiges Instrument

Auf Einladung von Dr. Stephan Harbarth MdB besuchte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die Heidelberger Druckmaschinen AG

Auf Einladung von Dr. Stephan Harbarth MdB besuchte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die Heidelberger Druckmaschinen AG

Wiesloch. „Das Geld wurde klug investiert statt versenkt.“ Nachdem sie das Wieslocher Werk der Heidelberger Druckmaschinen (HDM) besichtigt hatten, sagten das die CDU-Vertreter Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundestagsabgeordneter Dr. Stephan Harbarth und Landtagsabgeordneter Karl Klein. „Es hat sich gelohnt, HDM von politischer Seite aus zu begleiten“, etwa, indem der Staat Bürgschaften übernommen oder Kurzarbeit unterstützt habe, lautete der Tenor. Vorausgegangen waren intensive Gespräche und ein Rundgang durch Ausbildungsstätte und Fertigung.

Unter anderem hatten Dr. Michael Merz, Leiter der Montage, Ausbildungsleiter Christian Bader sowie Clemens Schilling und Joachim Dencker von HDM die CDU-Abordnung begleitet. Hans-Joachim Fuchtel verwickelte Lehrlinge ins Gespräch und zeigte auch reges Interesse an Weiterbildungsmaßnahmen. Wichtigstes Thema für Fuchtel war, ob man die Weltwirtschaftskrise mit den Instrumenten, die Politik und Tarifpartner entwickelt haben, bewältigen könne. Am Beispiel von HDM, einer „so großen, weltweit vernetzten Firma mit rund 170 Dependencen“, habe er erkannt: „Wir waren offensichtlich erfolgreich.“

Auf Einladung von Dr. Stephan Harbarth MdB besuchte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die Heidelberger Druckmaschinen AG

Die Arbeitsmarktpolitik beurteilt er insgesamt als erfolgreich: HDM sei „im Aufwind“, wie auch die anderen Unternehmen in ganz Deutschland. In der Krise war die Kurzarbeit Fuchtel zufolge „das richtige Instrument“. Obwohl sie insgesamt, wie er darlegte, den Beitrags- und Steuerzahler fünf Milliarden, die Firmen 5,4 Milliarden und die Arbeitnehmer (durch Lohneinbußen) 2,4 Milliarden Euro gekostet hat. Mit 80 Millionen Euro habe der Bund HDM während der Krise beigestanden, damit man die Mitarbeiter im Betrieb halten und, sobald die Konjunktur wieder anzieht, durchstarten könne. HDM habe die Kurzarbeit zudem genutzt, um die Mitarbeiter weiterzubilden. Diese Chance hätten leider nur wenige Unternehmen – und auch nicht alle Politiker – erkannt, so Fuchtel.

Interessant sei auch gewesen, wie HDM mit der demografischen Herausforderung umgeht, erklärte Hans-Joachim Fuchtel. Bis 2030 werde Deutschland sechs Millionen weniger Arbeitskräfte haben, da werde sich der Arbeitsmarkt neu ordnen. HDM habe seines Erachtens höhere Chancen im Wettbewerb dank der Investitionen in „zielgenaue Aus- und Weiterbildung“. In diesem Bereich müsse ganz Deutschland „Verschwendung abbauen“, betonte Fuchtel. Daher gebe es auch verschiedene Programme des Bundes, um „ignorierte Potenziale“ auszuschöpfen, Zuwanderer mit bisher nicht anerkanntem Hochschulabschluss, oder gebildete Alleinerziehende, die derzeit Hartz IV erhielten.

Auf Einladung von Dr. Stephan Harbarth MdB besuchte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die Heidelberger Druckmaschinen AG

Eine weitere wichtige Frage betreffe den Umgang mit der alternden Belegschaft. Bei HDM, so erfuhr man, sei der Altersschnitt in den vergangenen zehn Jahren „rasant angestiegen“, von 39,8 auf 45,2 Jahre. Im Bundesarbeitsministerium sei jeder zweite über 50, so Fuchtel. In ganz Deutschland stelle dies ein Problem dar, das „nicht kurzfristig behebbar“ sei. „Und die Meinung, das könnte man durch Zuwanderung in den Griff kriegen, ist fragwürdig“, sagte Fuchtel.

Für Karl Klein und Stephan Harbarth war wichtig, „dass HDM gut unterwegs ist“. Die staatliche Unterstützung „hat HDM verdient, als Perle der deutschen Industrie und als Gewerbesteuerzahler“, so Harbarth. Nicht zuletzt laufe die Rückzahlung der staatlichen Hilfen gut, wie HDM-Pressesprecher Thomas Fichtl sagte. Man habe bereits zwei Drittel der Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgezahlt. (Text: Sebastian Lerche (RNZ) / Fotos: Busse)

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