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„Das Sozialministerium irrt gewaltig“

Schließung der SRH-Fachkinderklinik Neckargemünd / Brunnemer MdL und Harbarth MdB mit Antwort der SPD-Sozialministerin unzufrieden / Langjähriger leitender ärztlicher Mitarbeiter nimmt Stellung und zeigt Wege auf

Schließung der SRH-Fachkinderklinik Neckargemünd / Brunnemer MdL und Harbarth MdB mit Antwort der SPD-Sozialministerin unzufrieden / Langjähriger leitender ärztlicher Mitarbeiter nimmt Stellung und zeigt Wege auf Neckargemünd. Am 9. September 2011 hat sich die Landtagsabgeordnete Elke Brunnemer (CDU) mit einer „Kleinen Anfrage“ bezüglich der Schließung der SRH-Fachkinderklinik Neckargemünd an die grün-rote Landesregierung gewandt. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Rhein-Neckar, Dr. Stephan Harbarth (CDU), hatte sie auf politischer Seite den Stein ins Rollen gebracht und auf die schwierige Situation der von der Klinikschließung betroffenen Patienten hingewiesen. Dass nun ihre grün-roten Landtagskollegen Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Grüne) und Thomas Funk (SPD) durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren früher informiert wurden und eine Pressemitteilung herausgaben, in welcher wortwörtlich aus dem Antwortschreiben an Brunnemer zitiert wird, bevor dieses überhaupt dem Stuttgarter Büro der CDU-Landtagsabgeordneten vorlag, das spielt für die Sinsheimer Christdemokratin keine Rolle: „Mir geht es um die Sache, wir machen hier kein politisches Wettrennen.“

Mit der Beantwortung der Anfrage seitens des Ministeriums zeigen sich Brunnemer und Harbarth alles andere als zufrieden: „Hier macht es sich unseres Erachtens Sozialministerin Katrin Altpeter MdL (SPD) zu leicht und zeigt sich nicht umfassend informiert.“ Mit ihrer Kritik stehen die beiden CDU-Parlamentarier übrigens nicht allein.

In einer gestrigen parteiübergreifenden E-Mail an Landtagsabgeordnete hat sich ein langjähriger leitender ärztlicher Mitarbeiter der Neuropädiatrie zu Wort gemeldet und schreibt auszugsweise: „Insofern kann ich sagen, dass das Sozialministerium gewaltig irrt, da es mit der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit erworbenen Hirnschäden (Schädel-Hirn-Trauma, apallisches Syndrom, Wachkoma, Folgen von Schlaganfällen, Hirnblutungen, Entzündungen) in der Postakutphase offenbar nicht vertraut ist. Krankenhäuser der Maximal- und Regelversorgung (zum Beispiel Unikliniken) verlegen insbesondere seit Einführung der DRG (Diagnosis Related Groups / Diagnosebezogene Fallgruppen) solche Patienten möglichst rasch, sodass sie als Alternative nicht zählen können. Dies bedingt eine zunehmende `Aufrüstung´ der sog. Reha - Kliniken bis hin zur Betreuung noch beatmeter Patienten.“ Und weiter: „Wenn ein Angehöriger, insbesondere ein Kind, so schwer erkrankt oder verletzt ist, ist es logisch, dass Angehörige - allermeist die Mutter - beim Kind am Behandlungsort verweilen. Konsequenz: auseinandergerissene Familien. Konsequenz daraus und leicht vorstellbar: zerbrochene Familien.“

Als Alternative zur Neckargemünder Klinik kommt für den erfahrenen Mediziner, dessen Sorge in einem Telefonat deutlich zu spüren ist, Gailingen am Bodensee in Betracht, das allerdings „etwas abseits“ liege: „Die anderen genannten Kliniken befassen sich meines Wissens mehr mit psychosomatischen Patienten oder solchen mit frühkindlichen ZNS-Schädigungen.“ Daher auch seine abschließende Bitte: „Wenn Sie meinen, es lohnte sich doch, sich für diese ZNS-Patienten zu engagieren, so unterstützen Sie als nordbadische und nordwürttembergische Abgeordnete Schömberg und ambulante Therapieeinrichtungen wie das Frühförderzentrum Neckarelz nach Kräften.“ (mb / Foto: Busse)