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Volkstrauertag 2011 / Ansprache von Dr. Stephan Harbarth MdB in Rettigheim

Volkstrauertag 2011 / Ansprache von Dr. Stephan Harbarth MdB in Rettigheim

Im Rahmen einer würdigen Gedenkfeier, zu welcher die ganze Bevölkerung eingeladen war, gedachte der Ortsverband Rettigheim des Sozialverbandes VdK Baden-Württemberg am Volkstrauertag der gefallenen und vermissten Opfer der beiden Weltkriege am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof in Rettigheim. Nach einem Choral des Musikvereins eröffnete der stellvertretende Bürgermeister Klaus Jacobsen die Gedenkfeier mit einem Grußwort und betonte hierbei: „Unser gemeinsames Gedenken an dem Mahnmal soll uns ein Trost sein und für unsere Nachkommen auch eine Mahnung. Frieden bekommt man nicht geschenkt.“ Dem Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Rhein-Neckar, Dr. Stephan Harbarth (CDU), oblag es, die diesjährige Ansprache zu halten.

Folgend Auszüge aus Harbarths Rede: "Der Volkstrauertag ist ein Gedenktag, der in der Bundesrepublik Deutschland seit 1952 ein nationaler Trauertag ist. Getrauert wird um die Opfer zweier Weltkriege, der Blick wird aber auch auf das persönliche Leid jedes Einzelnen gelenkt. Seinen Ursprung hat der Volkstrauertag bereits seit 1922 auf Initiative des 1919 gegründeten Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Damals ging es darum, an die Toten des Ersten Weltkrieges zu erinnern, verbunden mit der Hoffnung, dass die Erinnerung an das millionenfache Leid des Krieges den Frieden verlässlich machen würde.

1939 wurde diese Hoffnung bitter enttäuscht. Erst nach dem Ende des von Nazi-Deutschland entfachten Zweiten Weltkriegs ist die Hoffnung auf Frieden, jedenfalls in Europa, Realität geworden. Die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft werden über die übliche Zeit hinaus bewahrt, denn sie sind Mahnmale gegen Krieg und Vergessenheit.

Das Meer der Kreuze auf den Gräberfeldern führt uns die tödlichen Folgen militärischen Handelns drastisch vor Augen. Gleichzeitig richten die Kreuze aber auch eine zukunftsgerichtete Botschaft an uns: Sie fordern uns auf, aus der Geschichte zu lernen. Insoweit können sie uns Wegweiser in eine friedvolle Welt sein und somit auch Zeichen der Hoffnung setzen. Die Stätten des Gedenkens sind `Lernorte der Menschlichkeit´.

Volkstrauertag 2011 / Ansprache von Dr. Stephan Harbarth MdB in Rettigheim

So ist der Volkstrauertag ein Gedenktag für Menschenrechte, für Menschenwürde und für Demokratie. Deshalb ist der Tag auch über 66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges kein alter Ritus, sondern aktuell. Auch die Opfer unserer Tage – Soldaten, Polizisten und Mitarbeiter der zivilen Hilfsdienste – verlangen unsere Aufmerksamkeit. Die Erinnerung schafft die Voraussetzung für Versöhnung und Zusammenarbeit und schärft das Gewissen und die Urteilskraft.

Durch viele politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aktivitäten auf allen Ebenen, nicht zuletzt die Zusammenführung der europäischen Staaten in der EU, haben wir seit nunmehr über 60 Jahre Frieden in Deutschland. Doch nach wie vor ist Gewalt Alltag in der Welt um einzelne Menschen, Gruppen oder Staaten zu unterdrücken, ihnen im Namen von Nation, Volk, Rasse, Religion oder Ideologie den eigenen Willen aufzuzwingen.

Der deutsche Soziologe Norbert Elias hat einmal gesagt: `Menschen sind nicht in der Lage, den Tod abzuschaffen. Aber sie sind ganz gewiss in der Lage, das gegenseitige Töten abzuschaffen´.

Unter der Ehrenwache der Feuerwehr und dem Liedvortrag "Ich hatte einen Kameraden" wurde im Anschluss an Harbarths Rede am Ehrenmal ein Kranz niedergelegt. (g.ö./mb)

Fotos: Sabine Jacobsen-Göebel