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Grün-Rot plant den Abzug der Kriminalpolizei aus dem ländlichen Raum

MdL Brunnemer und MdB Harbarth kämpfen für den Erhalt der Dienststelle Sinsheim und der weiteren Kriminalaußenposten im Rhein-Neckar-Kreis

Grün-Rot plant den Abzug der Kriminalpolizei aus dem ländlichen Raum - MdL Brunnemer und MdB Harbarth kämpfen für den Erhalt der Dienststelle Sinsheim und der weiteren Kriminalaußenposten im Rhein-Neckar-Kreis

Sinsheim. Man stelle sich vor, zwischen Heidelberg und Mosbach gebe es keine Kriminalpolizeiaußenstellen mehr und damit keine direkten Ansprechpartner bei Bränden, großen Schadensdelikten, Todesfällen, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, bei Straftaten in der Rotlichtszene oder in Bereichen wie der Jugendkriminalität - genau so soll es nach den Plänen des baden-württembergischen Innenministers Reinhold Gall (SPD) kommen. Alle Außenstellen der Kriminalpolizei sollen im Zuge einer Polizeireform geschlossen werden. Zu Recht weist Bernd Völker, der Leiter der Kriminalpolizeidienststelle in Sinsheim, auf die Folgen hin: „Die durch die Arbeit der letzten Jahrzehnte gewonnenen Orts- und Personenkenntnisse werden somit zerstört. Wir geben den Bezug zu der Region auf, gerade hier im Randgebiet des Rhein-Neckar-Kreises!“ Nach dem Reformpapier der Landesregierung sollen alle Kriminalpolizisten dann nach Mannheim und/oder Heidelberg gezogen werden.

Foto: Polizeioberrat Erhard Loy

„Wir verlieren dadurch die kriminalpolizeiliche Präsenz in der Fläche und die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern“, analysiert Völker das Ergebnis der angedachten Reform und ist sich zusammen mit dem Leiter des Polizeireviers Sinsheim, Polizeioberrat Erhard Loy, sicher: „Die uniformierten Kollegen des Polizeireviers können unsere Aufgaben nicht alle abdecken, die Zusammenarbeit über kurze Wege fällt weg.“ Elke Brunnemer (CDU), direkt gewählte Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Sinsheim, und Dr. Stephan Harbarth (CDU), Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Rhein-Neckar, sind alarmiert: „Der ländliche Raum soll offensichtlich weiter geschwächt werden! Mit dem Abzug der Kriminalpolizei aus Sinsheim will die grün-rote Landesregierung ihre Politik für die großen Städte auf Kosten des ländlichen Raums weiter fortsetzen. Wir werden deutlich machen: Es gibt überzeugende, fachliche Gründe für einen Verbleib der Dienststelle in Sinsheim.“

In 2010 bearbeitete die Kriminalpolizeiaußenstelle Sinsheim über 500 Fälle. Insgesamt werden von den fünf Außenstellen der jetzigen Polizeidirektion Heidelberg zirka 50% der kriminalpolizeilichen Ermittlungen getätigt, obwohl nur rund ein Drittel des Personals auf die Außenstellen verteilt ist.

Foto: Bernd Völker, Leiter der Kriminalpolizeidienststelle in Sinsheim

„Unsere Heidelberger Kollegen rufen wir in Spezialfällen hinzu. So können wir hochwertiges Fachwissen und unsere exzellente Orts- und Personenkenntnis kombinieren“, erklärt Bernd Völker die erfolgreiche Organisation der Kriminalpolizei im Rhein-Neckar-Kreis. Ein weiterer Vorteil durch die Präsenz vor Ort sei die gute und vertrauensvolle Kooperation zwischen den Dienststellen der Kriminalpolizei und der Schutzpolizei.

„Wir kennen und helfen uns. So ist es möglich, schnell und flexibel zu reagieren“, bestätigt Revierleiter Loy. Die jetzige Polizeidirektion Heidelberg sei allein wegen ihrer Größe schon ganz anders organisiert als andere Polizeidirektionen im Land. „Hier sollte nicht eine Schablone, die vielleicht anderswo Sinn macht, bei uns angewendet werden. Unsere guten, straffen und bewährten Strukturen würden damit zum Nachteil der Bevölkerung zerstört“, stimmen die Polizeibeamten den beiden Abgeordneten zu.

Gerade in Sinsheim wachsen die Aufgaben der Kriminalpolizei stetig weiter: Die neu geplanten Parkplätze an der Autobahn, weitere Projekte und die notwendige pädagogische und präventive Arbeit der Kriminalbeamten verlangen nach einer ständigen örtlichen Vertretung in Sinsheim. „Wir müssen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und auf Grund der stetig wachsenden Aufgaben vor Ort bleiben“, sind sich die Kollegen der Dienststelle Sinsheim sicher.

Foto: Elke Brunnemer MdL

„Dem ‚Verbrechen‘ darf kein freier Raum, keine offene Flanke geboten werden“, verdeutlicht Elke Brunnemer im Hinblick auf die von Grün-Rot angedachte Schließung der örtlichen Kriminalpolizei. „Dem ländlichen Raum droht eine Lücke in der Polizeipräsenz und Polizeiversorgung. Wir brauchen neben den Spezialdezernaten und -inspektionen in der Polizeidirektion Heidelberg die Präsenz in der Fläche und die Zusammenarbeit aller Kräfte und Organisationen, die unsere Bürgerinnen und Bürger schützen. Die grün-rote Landesregierung zerschlägt ohne Not gewachsene und bewährte Strukturen.“

Foto: Dr. Stephan Harbarth MdB

Auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Stephan Harbarth wehrt sich gegen eine Zentralisierung in den Strukturen: „Es muss einen Aufschrei vor Ort geben. Grün-Rot will alle Kriminalbeamten in den zwei großen Städten Heidelberg und Mannheim zusammenziehen. Was in der Fläche passiert, scheint wieder einmal keine Rolle zu spielen. Ich sehe darin auch ein gefährliches Entwicklungspotential für die Zukunft: Heute werden die Polizeidirektionen zerschlagen, morgen die Landkreise aufgelöst. Das dürfen wir uns nicht bieten lassen!“ (Text: Schmitt / Fotos: Busse)