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„Wir wollen die Polizei in bewährter Stärke in Sinsheim"

Gespräch der Abgeordneten MdB Dr. Stephan Harbarth und MdL Elke Brunnemer sowie Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht mit dem Leiter der Polizeireform-Projektgruppe Detlef Werner

Gespräch der Abgeordneten MdB Dr. Stephan Harbarth und MdL Elke Brunnemer sowie Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht mit dem Leiter der Polizeireform-Projektgruppe Detlef Werner

Sinsheim. "Wir sind klar für einen Erhalt der Kriminalpolizeiaußenstelle in Sinsheim, sowohl aus Sicht der Bevölkerung, aus Sicht der Kommunen als auch aus polizeifachlicher Sicht", begrüßte der Sinsheimer Oberbürgermeister und Vorsitzende des Bürgermeistersprengels Odenwald/Kraichgau, Jörg Albrecht, den für die Polizeireform zuständigen regionalen Projektleiter Detlef Werner. Die Landtagsabgeordnete Elke Brunnemer und der Bundestagsabgeordnete Dr. Stephan Harbarth hatten zusammen mit OB Albrecht in den letzten Wochen vielfältige Korrespondenz mit der Polizei und dem Innenminister des Landes. Alle drei setzen sich für den Verbleib der Kriminalpolizei in der Fläche ein.

 

"Eine Konzentration der Polizeikräfte in Mannheim und Heidelberg ist schlecht für den ländlichen Raum. Von Heidelberg nach Mosbach, Heilbronn und bis nach Karlsruhe wird es nach den grün-roten Plänen dann keine Kripo mehr vor Ort geben", betonte Elke Brunnemer besorgt. Detlef Werner bestätigte, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit alle Kriminalpolizeiaußenstellen im Rhein-Neckar-Kreis geschlossen werden. Es würden noch endgültige Rahmenvorgaben aus dem Ministerium fehlen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kripo-Außenstelle bestehen bleibe, bewertete er als eher gering.

Aus seiner Sicht gebe es aber auch stichhaltige fachliche Argumente für eine Konzentration der Kriminalpolizei in Heidelberg. So erfordern die gestiegenen Anforderungen in der Kriminalitätsbekämpfung, beispielsweise bei Tötungsdelikten, der Organisierten Kriminalität, der Cyberkriminalität oder auch bei der Kriminaltechnik, eine stärkere Spezialisierung in der Kriminalpolizei. Ohne eine umfangreiche landesweite Personalverstärkung könne die Polizei dies aus eigener Kraft jedoch nur durch eine Bündelung der Kräfte realisieren. Im Übrigen sei für die Bevölkerung vorrangig von Bedeutung, dass sie bei allen denkbaren polizeilichen Anlässen sehr schnell polizeiliche Hilfe erhalte. Und dafür sei in erster Linie auch schon bisher die Schutzpolizei in den Polizeirevieren zuständig, die durch die Reform verstärkt werden soll.

Harbarth, Brunnemer und Albrecht stellten dazu klar: "Das ist eine Milchmädchenrechnung. Es werden viel mehr Kripo-Beamte aus Sinsheim abgezogen als eventuell Schutzpolizisten nach der Reform zusätzlich nach Sinsheim versetzt werden sollen. Das ist besorgniserregend, dadurch vermindert sich natürlich unter dem Strich die Zahl der Polizeibeamten insgesamt vor Ort, es geht damit das ganze kriminalpolizeiliche Detailwissen vor Ort verloren und die Schutzpolizei muss immer mehr Aufgaben der Kripo mit übernehmen - mehr Arbeit auf weniger Schultern!"

Stephan Harbarth zeigte sich enttäuscht: "Es wird an der Bevölkerung und an den kommunalen Entscheidungsträgern vorbei entschieden. Bedenken vor Ort müssen ernst genommen werden und dürfen nicht so übergangen werden, wie dies die grün-rote Landesregierung tut!" Den erwarteten Effizienzgewinn sieht Harbarth ebenfalls kritisch: "Wenn die Beamten dann aus Heidelberg und Mannheim nach Sinsheim, Neckarbischofsheim und zum Beispiel Helmstadt-Bargen fahren müssen, sind diese so lange gebunden, dass zum Schluss kein gesteigerter Nutzen aus der Konzentration der Kräfte in den großen Städten gezogen werden kann."

Elke Brunnemer ging noch einen Schritt weiter: "Ich bin besorgt, dass die Beamten in Mannheim und Heidelberg so eingebunden sind, dass der ländliche Raum generell nachgeordnet behandelt wird - das darf nicht sein. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf gleichen Schutz und einen vergleichbaren Sicherheitsstandard auch im ländlichen Raum. Ich erwarte von Herrn Werner und der Projektgruppe, dass sie die besonderen Anforderungen der Region aufnehmen und im Ministerium dafür den entsprechenden Rahmen fordern!"

Auf dem Foto von links nach rechts: Elke Brunnemer, Jörg Albrecht, Detlef Werner und Dr. Stephan Harbarth.

(Text: Schmitt / Foto: Stadt Sinsheim)