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Heideldruck: Mit Hochdruck neue Bereiche erschließen und Zukunftsfähigkeit sichern

Pfeiffer MdB, Harbarth MdB und Klein MdL bei der Heidelberger Druckmaschinen AG / Gespräche mit dem Betriebsrat und der Werksleitung

Auf dem Gruppenfoto (v.l.n.r.): Karl Klein MdL, Gerald Dörr (freigestellter Betriebsrat mit Schwerpunkt Montage), Dr. Stephan Harbarth MdB, Rainer Wagner (Gesamtbetriebsratsvorsitzender), Dr. Joachim Pfeiffer MdB und Heribert Wille (Leiter Manufacturing).

Wiesloch. Die Heidelberger Druckmaschinen AG arbeitet mit Hochdruck an der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens – dies wurde beim gestrigen Besuch des Bundestagsabgeordneten Dr. Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, deutlich. Auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten Dr. Stephan Harbarth (CDU) und in Begleitung des Landtagsabgeordneten Karl Klein (CDU), Vorsitzender des Finanz- und Wirtschaftsausschusses des Landtags von Baden-Württemberg, führte Pfeiffer Gespräche mit der Wieslocher Werksleitung und mit Vertretern des Betriebsrats.

Heribert Wille, Leiter Manufacturing, stellte den CDU-Parlamentariern ausführlich die Entwicklung des Global Players vor. Weltweit arbeiten 15.414 Mitarbeiter inklusive Auszubildende für das Unternehmen (Stand März 2012), im vergangenen Geschäftsjahr konnte ein Umsatz von 2,596 Mrd. Euro erzielt werden. Fakt ist: Heideldruck hat schon viel bessere Zeiten gesehen, aber die Finanz- und Wirtschaftskrise machte auch vor dem Branchenriesen nicht Halt. Ein erheblicher Stellenabbau war die Folge, zudem staatliche Garantien notwendig. Die mittel- und langfristigen Aussichten sind für die gesamte Druckindustrie schwierig, der Preisdruck und der Verdrängungswettbewerb enorm.

Ein guter Start in das neue Geschäftsjahr gelang der Heidelberger Druckmaschinen AG allerdings nach einem erfolgreichen Auftritt auf der weltgrößten Druckmaschinenmesse Drupa. „Hier konnten wir Aufträge von weit über 800 Mio. Euro verzeichnen, der höchste Wert seit vier Jahren“, sagte Wille. Der Diplomingenieur, der seit dem Jahre 2006 den Bereich System Manufacturing verantwortet, erläuterte die Wandlung des traditionellen Druckmaschinenherstellers zum Lösungsanbieter für die gesamte Print-Media-Industrie. Einen Großteil seiner Ausführungen widmete Wille der Forschung und Entwicklung und neuen Unternehmensbereichen wie beispielsweise dem Leichtbau im Maschinen- und Automobilbereich: „Ziel ist es, ein außerhalb der Printmedienindustrie profitables Geschäft zu erzeugen und damit über 10 Prozent am Umsatz zu generieren.“

Führung durch eine Werkshalle der Heidelberger Druckmaschinen AG.

Auch mit Rainer Wagner, dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der Heidelberger Druckmaschinen AG, und weiteren Betriebsräten führten die drei CDU-Politiker ein offenes Gespräch. Wagner äußerte sich positiv hinsichtlich der neuen Unternehmensbereiche, hätte sich diese aber etwas früher gewünscht und stellte diesbezüglich fest: „Angesichts eines 90-prozentigen Anteils an Facharbeitern muss es möglich sein, auch andere Produkte herzustellen, Maschinenbauer müssen nicht nur Druckmaschinen herstellen.“ Immer deutlicher werde zudem, dass „uns die elektronischen Medien mehr wehtun als erwartet, in den USA werden manche großen Magazine gar nicht mehr gedruckt, diese gibt es dann nur noch online beziehungsweise als Download.“ Die „Web-to-Print“-Anbieter nähmen zu, durch die großen Druckmaschinen seien „die Produktivitätssteigerungen und zugleich auch der Preiskampf brutal.“ „Die kleineren Druckereien sterben aus, wir hatten einmal 13.000, jetzt dürften es noch zwischen 7.000 und 8.000 sein. Dies hat natürlich auch enorme Auswirkungen auf unser Unternehmen“, so Wagner, der seit 37 Jahren Heideldruck die Treue hält.

Über die Themen Kurzarbeit, Arbeitszeitmodelle und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter landete die Diskussion bei dem Bereich Forschung und Entwicklung. Hier plädierte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende für entsprechende steuerliche Vergünstigungen. „Da rennen Sie bei mir mehr als offene Scheunentüren ein“, entgegnete Pfeiffer, „in vielen anderen Ländern gibt es das. Dies steht auch im Koalitionsvertrag, aber aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen Bund und Ländern kam man hier noch zu keinem Ergebnis.“

Ob China (Wagner: "Die Chinesen sind mit viel Geld unterwegs, sie wollen nicht nur das Produkt, sondern den gesamten Produktionsprozess"), Ostförderung oder Rente mit 67 (Wagner: „Bei der Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze wird zu wenig getan“): Die Betriebsräte nutzten die Gelegenheit, ihre Ideen und Hinweise den Politikern mit auf den Weg zu geben, für beide Seiten ein wertvoller Dialog.

Eine Führung durch mehrere Werkshallen der Heidelberger Druckmaschinen AG rundete den Besuch in Wiesloch ab. (Text/Fotos: Busse)

Auf dem Gruppenfoto (ganz oben) von links nach rechts:
Karl Klein MdL, Gerald Dörr (freigestellter Betriebsrat mit Schwerpunkt Montage), Dr. Stephan Harbarth MdB, Rainer Wagner (Gesamtbetriebsratsvorsitzender), Dr. Joachim Pfeiffer MdB und Heribert Wille (Leiter Manufacturing).