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RNZ Sinsheim im Dialog mit Dr. Stephan Harbarth MdB

Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung / Redaktion Sinsheim

Auf dem Foto: Dr. Stephan Harbarth MdB.

Sinsheim. (kel) Wer politisch auf Zack sein will, muss offenbar auch technisch auf der Höhe der Zeit sein: "Epfenbachs Bürgermeister J. Bösenecker schaute an unserem Infostand vorbei - natürlich mit seinem Elektroauto", tippte Dr. Stephan Harbarth gestern noch schnell in seinen Twitter-Account - für alle, die wirklich genau wissen wollen, was der Bundestagsabgeordnete eben grade so macht. Aber zu diesem Zeitpunkt ging's bereits von Epfenbach nach Sinsheim zur RNZ-Redaktion. Eine Stunde später stand Fred Franks Seniorentreff im Terminkalender, am Abend ist in Malsch eine Wahlkampfveranstaltung mit dem Parlamentskollegen Günther Krings zu absolvieren. Ob Wettmelken beim Haager Backtag, ob Rundgang im Eberbacher Bildungs- und Arbeitszentrum oder ob Dorffest in Hilsbach - der 41-Jährige lässt in diesen Tagen ungern etwas aus.

Und wirkt doch keineswegs gehetzt: "Ich versuche dorthin zu gehen, wo ich mit Menschen ins Gespräch komme. Das macht ja auch Spaß", sagt er. Und es dient einer ehrgeizigen Zielsetzung: In elf Tagen will der Abgeordnete "mit möglichst großem Vorsprung" gegenüber den politischen Mitbewerbern erneut ins Parlament einziehen - weil ein starker Rückhalt in der Bevölkerung auch mehr politisches Gewicht in Berlin mit sich bringt - "für die Region", wie Harbarth sagt.

Vor vier Jahren holte sich der Jurist mit Wohnsitz Mühlhausen mit gut 42 Stimmenprozent das Direktmandat, über 17 Prozent mehr als sein sozialdemokratischer Verfolger. Eines ist auch klar: Fährt Harbarth nicht die meisten Stimmen im Wahlkreis Rhein-Neckar ein, dann ist er draußen, weil über die (eher symbolische CDU-Landesliste) nicht abgesichert. Aber dazu wird es wohl nicht kommen: Der Wahlkreis ist seit jeher ein sicheres Pflaster der Christdemokraten.

Als der Jurist vor vier Jahren in die Fußstapfen des langjährigen Abgeordneten Bernd Schmidbauer trat, ging es in seinem ersten Wahlkampf vor allem darum, den Bekanntheitsgrad zu steigern. Das scheint inzwischen geglückt: "Ich werde immer öfter einfach so auf offener Straße angesprochen", erklärt Harbarth. Deshalb bleibt jetzt, wo es um den Wiedereinzug ins Parlament geht, auch mehr Zeit für Inhalte.

Eines seiner Lieblingsthemen ist die Europapolitik. Weil die europäischen Nationalstaaten alter Prägung in der Weltpolitik immer mehr an Geltung verlören, sei ein geeintes Europa "von immenser Bedeutung", gleich ob es um die Verteidigung der Menschrechte oder um die Einführung und Einhaltung von Umweltstandards gehe. Und was darf Europa angesichts der latenten Griechenland-Krise kosten? Harbarth formuliert vorsichtig: Alle müssten sich an "vernünftige Spielregeln" halten und das bedeute, "dass nicht jeder tun kann, was er will - und das noch auf deutsche Kosten". Er spricht von "Disziplinierung" als Voraussetzung von Hilfe. Aber diese Hilfe wiederum sei "nicht zur Beglückung anderer gedacht, sondern letztlich auch in unserem Interesse", weil Deutschland als prosperierende Handelsnation nun mal auch potente Partner brauche.

Diese Einerseits-Andererseits-Position wird auch beim Stichwort Syrien deutlich. Wenn ein Diktator Chemiewaffen einsetze, könne man nicht zur Tagesordnung übergehen. "Aber das bedeutet nicht automatisch einen Militärschlag", zumal nach wie vor unklar sei, von wem das Giftgas komme. Überdies müssten Konsequenzen eines Kriegseinsatzes genau bedacht werden, um nicht noch mehr Unheil anzurichten. Harbarth: "Ein Regime wegzubomben, ist nicht die ultimo ratio".

Auf regionaler Ebene versteht sich der gebürtige Heidelberger als "Anwalt des Wahlkreises". Wenn das flache Land nicht von den Metropolen abgehängt werden soll, dann müsse für eine gute Infrastruktur gesorgt werden. Eine Chance sieht das Mitglied des CDU-Fachausschusses für Wirtschaftspolitik in einem eventuellen Förderprogramm des Bundes für neue Gründerinitiativen. Die Region mit der SAP und den Universitäten im Rücken sei für neue Firmen in zukunftsorientierten Branchen doch geradezu prädestiniert.

Copyright Text: Rhein-Neckar-Zeitung / Redaktion Sinsheim.